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Sterben, Tod und Trauer für Schüler

  • PraktikantinnenEltern und Mitschüler der CJD Christophorusschule Königswinter waren entsetzt: Das ist doch ein viel zu schwieriges Thema! Die beiden Schülerinnen Judith Leyens und Sarah Rosener schreckte das nicht ab und sie kamen zwei Wochen lang vor den Sommerferien auf die Palliativstation um hier den Umgang mit unheilbar erkrankten Menschen kennen zu lernen. Die beiden erarbeiteten ein Projekt, dass sie zum Abschluss ihres Praktikums im Zentrum für Palliativmedizin vorstellten. Der Schwerpunkt des Projekts war aufgrund ihrer Vorerfahrung schnell gefunden. Denn die Reaktionen der Eltern und Mitschüler verdeutlichten ihnen, dass bei vielen Menschen Vorurteile gegenüber Tod und Sterben abgebaut werden müssen. Der Titel lag für die beiden Schülerinnen auf der Hand: "Sterben, Tod und Trauer für Oberstufenschüler". Über das Ende des Lebens sprechen, mit Mitschülern, Lehrern und Eltern, dabei allen Beteiligten Raum geben, eigene Erfahrungen einzubringen und das ohne die Sorge "uncool" zu sein oder sich verletzbar zu machen. Ein Projekt, dass die beiden derart begeistert, dass sie es in Zusammenarbeit mit Nicole Nolden vom Zentrum für Palliativmedizin K&oum;ln nach den Ferien an einer Schule umsetzen wollen. Während der Sommerferien werden beide weiter an dem Konzept arbeiten, und am liebsten wollen sie dann ein weiteres Praktikum auf der Palliativstation absolvieren.

    PraktikantinnenJudith und Sarah sehen eine große Chance im Austausch zwischen jungen Menschen und Sterbenden. Beide können voneinander lernen, wenn nur die Schwellenangst überwunden wird. Um das zu erreichen, könnten Jugendliche auf der Palliativstation musizieren oder Theaterstücke aufführen. Die Patienten könnten den Schülern aus ihrem Leben erzählen und die Schüler an ihrer Lebenserfahrung teilhaben lassen. Bei solchen Gesprächen kommen schnell auch eigene Leiderfahrungen hoch. Daher soll ein wichtiger Teil des Projekts auch die Beschäftigung mit Krisenintervention und Bewältigungsstrategien sein. Diesen Umgang mit eigenen, schmerzlichen Erfahrungen haben die beiden mit einem besonders großen Anteil eingeplant. Aber jede Krise birgt auch Möglichkeiten: "Dann können Schüler und Eltern gestärkt aus der Krise herausgehen", fasst Judith Leyens ihre Einsicht zusammen.
    Sarah Roesner entwarf zur ersten Information über das Vorhaben ein Faltblatt, mit dem sie unkompliziert und unverbindlich über das Konzept von Sterben, Tod und Trauer für Oberstufenschüler" informiert. Darin spricht sie auch ganz direkt mögliche Ängste und Vorurteile an. "Der Flyer soll beruhigen und Druck nehmen". Er könnte nicht nur an interessierte Schüler und ihre Eltern verteilt werden, sondern auch auf dem Hospiztag oder bei Informationsveranstaltungen.

    PraktikantinnenDie beiden Schülerinnen wollen Ärztinnen werden. Das stand schon vor dem Praktikum fest. Aber die Art, wie auf der Palliativstation miteinander im Team und mit den Patienten umgegangen wird, war eine ganz wesentliche Erfahrung für die beiden: "Hier wird mit jedem Einzelnen diskutiert und gesprochen. Der Einzelne zählt, nicht eine Gruppe" fasst Judith ihre wichtigste Erkenntnis zusammen. Und Sarah schildert ihr intensivstes Erlebnis: "Ich kam mit sehr gemischten Gefühlen hierhin, mit Angst und Befürchtungen. Aber mit dem ersten Patientenkontakt hat es einen Schlag getan ... und ich kam lächelnd aus dem Zimmer heraus."

    Fotos vom Genussnachmittag mit den Praktikantinnen und der Abschlussveranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie


Neues Studienzentrum Palliativmedizin bewilligt

  • Dem Zentrum für Palliativmedizin wurde soeben ein Studienzentrum Palliativmedizin im Rahmen des Zentrums Klinische Studien Köln bewilligt. Ziel dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes ist es, eine Anschubfinanzierung für Medikamentenstudien zu ermöglichen. Hierfür wird für ein Jahr eine Arztstelle und für drei Jahre eine "Study Nurse" als Anschub bereitgestellt.


S3 Leitlinie Palliativmedizin bewilligt



Mithilfe beim 2. Preis für Hochbegabtenförderung

  • Die CJD Schule Königswinter hat den zweiten Preis des ersten NRW Preises für Hochbegabtenförderung gewonnen. Bei der Vorstellung der Schulaktivitäten vor einer Jury wurde auch das gemeinsame Projekt mit dem Zentrum für Palliativmedizin vorgestellt. Dieses beinhaltet, dass Schüler dieser Schule zu einem Praktikum auf unsere Palliativstation kommen und dort Gelegenheit haben, sich mit dem Thema Tod und Sterben, aber auch dem eigenen Leben auseinanderzusetzen.


Das Hörbuch "Leben Sie wohl"

  • Anlässlich der Verabschiedung von Deutschlands erster Palliativmedizinerin Frau Dr. Ingeborg Jonen-Thielemann im Februar 2006 hat die Klinik für Palliativmedizin (kppk) ein Hörbuch erstellen lassen. "Leben Sie wohl - Geschichte und Zukunft der Palliativmedizin" so der Titel. Von lebenswertem Leben auch in schwierigen Lebensphasen erzählen die vielen persönlichen Berichte von Betroffenen und Angehörigen. Aber auch Mitarbeiter der Klinik kommen zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen.

    Das Hörbuch von Judith Grümmer wird von der Krebshilfe herausgegeben. Die ursprüngliche Fassung wurde dabei noch erweitert und ergänzt. Es kann auf der Internetseite der Krebshilfe kostenlos bestellt werden. Dort finden Sie auch Hörproben aus dem Buch.




3. Auflage "Leitfaden Palliativmedizin"

  • Die dritte und aktuelle Auflage unseres Buches "Leitfaden Palliativmedizin - Palliative Care". Das Buch wird bei Elsevier verlegt und kann dort auch direkt bestellt werden.

    Der Leitfaden behandelt praxisnahe Themen der tägliche Arbeit, ebenso wie Kommunikation, spirituelle Aspekte oder die Theorie zum Konzept der Palliativmedizin.

    Das Handbuch kostet 39,95 Euro (bzw. 41,10 Euro in Österreich zzgl. Versandkosten) und umfasst rund 630 Seiten. Neben 20 farbigen Abbildungen enthält es über 100 übersichtliche Tabellen.



Fotos der Klinik
  • Für Ihre Berichterstattung zu unserer Klinik finden Sie eine große Auswahl an Fotos in druckbarer Qualität in unserer Bildergalerie. Falls Sie andere Motive benötigen, rufen Sie uns an.


Unser Hausprospekt
  • Laden Sie sich unseren aktuellen Hausprospekt als PDF-Datei (ca. 1 MB) zum Ausdrucken auf Ihren Rechner.

    In unserem Faltblatt zur Palliativmedizin können Sie sich außerdem über die Inhalte palliativmedizinscher Versorgung informieren: kppk_Allgemeininfo.pdf (3,2 MB)


Kontakt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 Impressum. Letzte Änderungen: isotype.com, 10.07.2010